Fachfortbildungen

Alltagsfragen in der Kindertagespflege

Berufliche Fortbildung für Kindertagespflegepersonen

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie fordert für die Dauer einer Pflegeerlaubnis einen Fortbildungsnachweis von durchschnittlich 15 Ustd. jährlich. Die hinter dem Titel in Klammern genannten Ustd. sind die angerechnete Zeit auf das notwendige Fortbildungskontingent. Selbstverständlich können auch Angebote anderer Bildungsanbieter wahrgenommen werden. Der thematische Bezug zur Kindertagespflege bzw. dem U3-Bereich muss dabei gegeben sein. Vor dem Hintergrund des Vernetzungsgedankens empfehlen wir pro Halbjahr einen Gesprächskreis des Netzwerk Kindertagespflege Bonn mit min. 3 Ustd zu besuchen.

Fortbildungsangebote für Kindertagespflegepersonen

Wichtiges für die Teilnahme:

Für alle Veranstaltungen ist eine rechtzeitige, schriftliche Anmeldung erforderlich. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Familienbildung Werkstatt Friedenserziehung (WEF), die Sie hier nachlesen können: AGB WEF.

Zusätzlich finden Sie unter „Grundsätzliches“ alle relevanten Informationen zu den Fachfortbildungen.

Die Anmeldung verpflichtet unabhängig von der Teilnahme zur Zahlung des Teilnahmebeitrages. Mit dem Formular können Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilen. 

Weitere Fort- und Weiterbildungsangebote finden Sie auf der Seite des Netzwerks Kindertagespflege Bonn https://www.netzwerk-kindertagespflege-bonn.de/qualifizierung/fachfortbildung/. Bitte verwenden Sie zur Anmeldung die dort genannten Adressen/Links.

Termine

Autismus – was bedeutet das eigentlich? Eine Einführung in das Spektrum von Autismus (4 Ustd)

Menschen, die die Diagnose Autismus haben oder bei denen der Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung besteht, zeigen Auffälligkeiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen, die wiederum sogenannten Symptombereichen Sprache und Kommunikation, soziale Interaktion und Beschäftigungen und Verhaltensweisen zugeordnet werden. Darüber hinaus sind die Wahrnehmung und ihre Verarbeitung betroffen.

Die Diagnose gilt als „Puzzle-Diagnose“ – dies bedeutet, dass individuell Auffälligkeiten beobachtbar sind und beschrieben werden. Festgelegte Kriterien müssen erfüllt sein und in die Symptombereiche eingeordnet werden können.

Das Verhalten, das diese Kinder im Alltag zeigen, kann verwunderlich, herausfordernd, irritierend oder befremdlich wirken, und erfordert meist eine andere Weise der Begegnung und Pädagogik.

In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Fragestellung, aufgrund welcher Symptome die Diagnose „Autismus“ gestellt wird, und wie sich Autismus individuell im Alltag zeigen und auswirken kann.

Die verschiedenen Bezeichnungen, die aktuell kursieren – wie Frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störung – werden sowohl anhand der noch gängigen ICD-10-Definition als auch der Domänen des DSM-5 kurz besprochen.

Auf dieser Grundlage werden Verhaltensweisen, die beobachtbar sind, aber auch Auswirkungen, die weniger sichtbar sind, nachvollziehbarer und ermöglichen einen neuen Blickwinkel auf Stolpersteine, die es im Alltag miteinander geben kann.

Die Theorie soll anhand von Fallbeispielen und Filmmaterial in die Praxis übertragen sowie mit den Erfahrungen der Teilnehmenden verknüpft werden.


Datum:17.06.2026
Uhrzeit: 18:30 bis 21:30 Uhr
Veranstaltungs­ort:

Familienbildung Werkstatt Friedenserziehung
Dyroffstr. 2
53113 Bonn

Leitung: Sandra Gothsch, Diplomheilpädagogin, Autismustherapeutin, Dozentin für Tri.A.S. (Trier Aggressionsbehandlungs- und Sicherheitsprogramm), Marte Meo- Practitioner und Therapist, Marte Meo-Colleague Trainer (i.A.u.S.)
Teilnahme­gebühr: 12,00 €